Weihnachtslicht

Der Gänse Ruf vernimm´, Dich ein nun stimm´,

die heilig´ Zeit, sie hält zu heilen Dich bereit.

In ihr liegt Fülle, Lichterglanz, gesegnet sei der Tanne Kranz,

in seiner Rundung, seinem Kreis, da liegt der Heiligkeit Verweis,

zu geben Dich in Kreises Mitte, nun langsam geh wohl, Schritt um Schritte

und finde Deines Innern Kraft, aus der sich alles neu erschafft.

Die Stille lädt uns ein, sie bringt uns wieder heim,

ins Inner´ Land, die Stille pfleg, betrete Deines Landes Steg.

Gewärmt am Feuer kannst Du schau´n, erkennen Deines Leben Traum.

Nun lass Dich weiten, lass Dich zieh´n, des Weihnachtsduftes Kleid gelieh´n,

versenk Dich in die Stille, es ist des Weihnacht Wille,

zu bringen Ruhe übers Land, zu reichen da des Nächsten Hand,

so stellt sich Frieden ein im Herzen und weichen können manche Schmerzen.

Doch ganz bei Dir, mit Dir verwoben, da wird das Innerste gehoben,

gehoben an des Tages Licht, so sei es erst verinnerlicht,

so wird es wahr, so kann es werden, des eigen´ Innern Schätze bergen.

Der Rauhenächte still und lang, entgegen schau ihn´, sei nicht bang,

das Licht in Deinem Zimmer, es kennt doch keinen Dimmer,

es strahlet immer leuchtend hell, es ist der Sonne reinster Quell.

Im Innern liegt´s verborgen – das Lichte Deines Morgen!

 

Antje Brendel

Tönning, 10.12.2019